Fahrzeugcheck 2
Überprüfen Sie nun anhand der mitgebrachten Checkliste das Auto für das Sie sich interessieren und überprüfen Sie alles ganz genau:
Der Motorraum:
• Batterie: Die Pole dürfen nicht angerostet sein.
• Bremsflüssigkeit: Kontrollieren Sie das Niveau. Falls deutlich zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist, ist es gut möglich, dass einfaches Nachfüllen nicht ausreicht; hier kann ein Defekt vorliegen, der repariert werden muss.
• Kühler: Wenn bei laufendem Motor das Kühlwasser sprudelt, ist die Zylinderkopfdichtung defekt. Die Kühlflüssigkeit darf nicht ölig oder rostig sein.
• Motor, Getriebe: Achten Sie bei Bremsanlage, Stoß-dämpfer, Ölwanne und Getriebe darauf, dass weder Öl noch Bremsflüssigkeit austreten (allerdings ist ein leicht verölter Motor bei älteren Autos noch kein Zeichen für einen Motorschaden). An Schläuchen bzw. Schlauchanschlüssen darf keine Flüssigkeit austreten. Prüfen Sie diese Punkte noch mal nach der Probefahrt (Vorsicht, Verbrennungsgefahr).
• Motoröl: Öffnen Sie den Einfülldeckel für das Motoröl – wenn sich unter dem Deckel weißer Schleim befindet, deutet das auf eine defekte Zylinderkopfdichtung hin.
• Motorraum: Ein makelloser Motorraum deutet auf eine kürzliche Motorwäsche hin – undichte Stellen sind so nicht mehr zu erkennen. Seien Sie in diesem Fall sehr kritisch.
• Ölstand: Kontrollieren Sie den Ölstand, und fragen Sie nach dem Zeitpunkt des letzten Ölwechsels. Sehen Sie nach dem angegebenen Kilometer-Stand auf dem Ölwechsel-Anhänger und kontrollieren Sie, ob sich diese Zahlen mit dem Tacho-stand in Einklang bringen lassen.
• Zahnriemen: Fragen Sie unbedingt, ob bzw. wann der Zahnriemen zuletzt erneuert wurde, da das Reißen des Riemens während der Fahrt einen Motorschaden zur Folge haben kann.
• Bei Dieselfahrzeugen: Legen Sie den Öl-Einfülldeckel auf den laufenden Motorblock: Er darf lediglich vibrieren – wenn er mit Schwung davonfliegt, sind die Kolbenringe defekt.
Im Innenraum:
• Elektrik: Überprüfen Sie die Funktion von: Scheibenwischer, allen Beleuchtungseinrichtungen (Scheinwerfer, Bremslicht, Rückfahrtlicht, Blinker, Warnblinker, Innenbeleuchtung, Armaturenbrettbeleuchtung), Heizung (ggf. Klimaanlage) und Gebläse, Hupe, Radio, elektrischen Fensterhebern (auch auf der Beifahrerseite und hinten), elektrisch verstellbaren Spiegeln und ggf. dem Schiebedach.
• Sitze: Die Sitze dürfen nicht locker oder wackelig sein und sollten sich problemlos verstellen lassen. Ein durch-gesessener Fahrersitz deutet auf ein vielbenutztes Auto hin (Schonbezüge abnehmen). Testen Sie auch Beifahrersitz und Rücksitz, da Sie den Wagen nicht immer alleine nutzen werden.
• Sicherheitsgurte: Sie dürfen keine Scheuer- oder Schnitt-stellen aufweisen und nicht ausgefranst sein. Der Gurt-Automat sollte problemlos aufrollen.
• Tacho: Elektronische Tachos können mit geeignetem Gerät problemlos manipuliert werden. Wenn Sie Zweifel an der angegebenen Kilometerleistung haben und/oder es um einen hohen Kaufpreis geht, sollten Sie den Wagen in einer Fachwerkstatt daraufhin überprüfen lassen. Ein Indiz für eine hohe Laufleistung können abgenutzte Pedalgummis sein.
• Feuchtigkeit: Nehmen Sie die Fußmatten/Bodenteppiche heraus. Sollte es darunter feucht sein, kann das auf ein Loch in der Karosserie hindeuten.
• Ausstattung I: Prüfen Sie, ob Bedienungshandbuch, Reserverad, Wagenheber, Radschraubenschlüssel sowie Verbandskasten vorhanden sind.
• Ausstattung II: Wenn zum Fahrzeug teure Ausstattungsgegenstände (Reifen/Felgen, hochwertiges Radio, Boxen o.ä.) gehören, sollten Sie diese unbedingt im Vertrag aufführen (mit genauer Bezeichnung); vor allem dann, wenn die Übergabe nicht sofort erfolgt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt - denn dann könnte ein betrügerischer Verkäufer diese noch gegen minderwertige Teile tauschen.
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