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Probefahrt
Die Probefahrt ist eines der wichtigsten Programmpunkte beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Schon nach wenigen hundert Metern kann sich der Zustand des Autos offenbaren und hängt somit von der Kaufentscheidung ab. Zur Probefahrt gehört auch immer eine Begutachtung des Autos.
Für einen Ortstermin ist es daher wichtig, dass es zum Zeitpunkt des Treffens noch hell ist. In der Dämmerung lassen sich Wagen häufig beurteilen und im Zwielicht lassen sich Fehler leichter vertuschen. Falls nicht anders möglich, ist es sinnvoll, eine Taschenlampe zur Besichtigung mit zunehmen. Auch eine sorgfältige Vorbereitung mit einer Checkliste ist vor dem Termin nötig. Für die Begutachtung müssen Käufer ausreichend Zeit einplanen, um nicht in aller Hektik ungünstige Entscheidungen zu treffen.
Die Probefahrt selbst sollte vor allem auf der Autobahn stattfinden. Erst bei hohen Geschwindigkeiten werden häufig Motorgeräusche hörbar und das Klappern loser Teile. Aus diesen Gründe ist es auch wichtig, dass während der Probefahrt das Radio ausbleibt, um eben diese Störgeräusche ausfindig zu machen.
Mindestens eine dreiviertel Stunde sollte so eine Probefahrt dauern, um sich ein umfassendes Bild von der Leistung des Autos machen zu können. In unbekannten Umgebungen ist darum auch ein Navigationssystem oder ein Stadtplan zur Orientierung unerlässlich.
Sinnvoll ist es auch, für die Probefahrt und Besichtigung einen Bekannten mitzunehmen, der ein wenig KFZ-Fachwissen mitbringt. Somit können auch Fehler entdeckt werden, die Laien entgehen würden. Außerdem ist es wichtig, dass sich Interessenten vorab alle nötigen Fahrzeugpapiere zeigen lassen und diese prüfen. Auch unseriöse Angebote mit neutralen Treffpunkten für die Probefahrt, sofortige Geldübergabe oder Anzahlungen mit besonders hohen Beträgen in bar sollten möglichst gemieden werden.
Hier lohnt es sich genau nachzuhaken und im Zweifel auf ein Treffen zu verzichten.
Für das gesamte Verkaufsgespräch gilt: Verkäufer, die zu viel Druck auf den Interessenten ausüben, sind unseriös. Häufig handelt es sich dabei weniger um Verkaufstalent als um eine aggressive Verkaufstaktik für beschädigte oder fehlerhafte Autos. Daher sollten Interessenten umso misstrauischer werden, je mehr sie zum Kauf gedrängt werden.
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